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Schirmherr des ko:mon Kongresses – Das Institut für Automatisierungstechnik (IAT) der Universität Bremen


ko:mon Kongress-Schirmherr Prof. Dr. Kai Michels, Institut für Automation an der Universität Bremen

Prof. Dr. Kai Michels

Liebe ko:mon-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen,

die beiden großen technischen Themen unserer Zeit sind auf der einen Seite das Internet, das immer mehr Lebensbereiche durchdringt und ganze Wirtschaftszweige komplett verändert, und auf der anderen Seite die Energiewende, also die Notwendigkeit, von einer fossilen und nuklearen auf eine regenerative Energieerzeugung umzuschwenken. Beide Themen bestimmen nicht nur die technischen, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Debatten, sowohl jetzt als auch in absehbarer Zukunft.


Dabei geht der Trend klar zur Dezentralisierung. Die einzelnen Teilnehmer eines Systems haben immer mehr Funktionalität und werden dadurch immer „intelligenter“: Autonome Fahrzeuge in einem Logistiklager entscheiden selbst, wann sie wohin fahren. Kleine Energieerzeugungsanlagen müssen zukünftig selbst erkennen, wann sie wieviel Energie ins Netz einspeisen dürfen, ohne dass dieses instabil wird. Und PKW werden sich zukünftig selbst in den Parkhäusern einen freien Parkplatz suchen.

Und dennoch wird es in jedem Netz und jedem System einen Ort geben müssen, an dem alle Informationen zusammenlaufen, an dem das Gesamtsystem beobachtet, Störungen erkannt und auch behoben werden können. Und da die Teilnehmer des Systems, seien es nun Kühlschränke, Fahrzeuge oder Solaranlagen, mit immer mehr Funktionen ausgestattet werden, gilt diese Forderung natürlich auch für die Leitsysteme.

Diese Veränderungen berühren nicht nur die Hard- und Software, sondern auch die Prozessabläufe und die Gestaltung von Leitwarten. Daher ist die Philosophie des ko:mon-Kongresses, all diese Aspekte in Vorträgen und Diskussionen abzubilden, meiner Ansicht nach genau die Richtige. Der ko:mon-Kongress bietet wie immer einen bunten Querschnitt an Themen, von der Datensicherheit über die Ergonomie bis zu Organisationsformen. Man lernt den Stand der Technik kennen und hat viele Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betreibern, Herstellern oder Nutzern dieser Systeme.

Und nicht zuletzt ist es die sehr gute Atmosphäre auf diesem Kongress, die jeden, der einmal dabei war, im Grunde sofort motiviert, für das nächste Jahr wieder zuzusagen. Bei mir jedenfalls ist es so, und ich freue mich schon wieder auf den kommenden Kongress. Vielleicht sind Sie ja auch dabei.

Ihr Kai Michels